IG-Nobelpreis: Warum der Landwirt so neidisch auf den Hund ist

Eine tschechisch-deutsche Forschungsgruppe bekam wohlverdient den IG-Nobelpreis für ihre herausragende Forschung über Hunde, die ihr Geschäft verrichten.

Wenn nämlich der Mensch während seiner Freizeit nach Feierabend oder am Wochenende in ländlichen Gegenden spazieren geht, wird er beim Passieren von milchwirtschaftlich genutzten Wiesen neben dem beliebten Gras und ein paar Blumen dreierlei artverwandte Substanzen entdecken und sich darüber freuen. Nämlich den Darminhalt von Hausrind, Haushund und Landwirt.

Das milchwirtschaftlich genutzte Hausrind kann für die Verbreitung seiner Exkremente nicht selbst sorgen. Ist der Darm voll, fällt der Kot hinten heraus, wird mit Wasserschläuchen weggespült und in der Güllegrube gesammelt. Das Hausrind selbst hat wenig Gelegenheit den Stall zu verlassen und eine Wiese erreicht es beim normalen Hofbetrieb eigentlich nie.

Dass die Scheiße trotzdem zuverlässig dorthin kommt und zwar vollständig und ohne Verluste, dafür sorgt der Landwirt mit großer Akribie und vorbildlicher Sorgfalt. Damit die Wiese überall gleich lecker riecht, verteilt der brave Mann die zwischenzeitlich gequirlte Scheiße penibel und gleichmäßig.

Aber auch der Landwirt selbst hat einen Darm. Und wenn der Inhalt dieses nützlichen Organs im Laufe des Tages irgendwann mit Macht die Freiheit sucht, hat der fleißige Mann natürlich keine Zeit mehr, sich auf den mächtigen Trecker zu schwingen und zum heimatlichen Hof zu fahren, um dort sein praktisches WC zu frequentieren. Nein, er hockt sich ganz unkompliziert hin und lässt der Natur ihren Lauf. Den Dung des braven Landwirts erkennt man daran, dass er mit schmucken Papiertaschentüchlein liebevoll verziert wird, damit er sich von der schnöden Kuhkacke standesgemäß abhebt.

Soviel als Vorrede zum besseren Verständnis der Studie unserer tschechisch-deutschen Wissenschaftler. Die haben sich nämlich nun mit der dritten auf Wiesen vorkommenden Gattung des Dungs beschäftigt: dem Hundehaufen. Genauer gesagt, mit der Art und Weise, wie er auf die Wiese kommt. Im Gegensatz zu den allseits beliebten Rinder- und Landwirtsexkrementen, ist der Hundehaufen leider ziemlich verpönt.

Deshalb wollten unsere Wissenschaftler herausfinden, warum dies so ist, zumal die Hundehaufen weder übler riechen als die beiden bereits erwähnten Dung-Gattungen noch hässlicher Aussehen und darüber hinaus sogar – wissenschaftlich erwiesen – seuchentechnisch komplett unbedenklich sind, was man vom Rest nicht behaupten kann. Und der geneigte Leser wird es kaum glauben: Die Ablehnung des Hundehaufens liegt doch tatsächlich am hundsgemeinen Neid der Konkurrenz.

Der Haushund orientiert sich nämlich bei seinem Verhalten nicht selten noch an den Gepflogenheiten des Gevatters Wolf, seinem engen Verwandten im Tierreich. Und deshalb lässt der Haushund seinen Darminhalt nicht einfach hinten herausfallen wie das Hausrind, er hockt sich auch nicht einfach mal so hin und lässt es ‚plotzen‘ wie der Landwirt. Nein, der Haushund, als hoch entwickeltes Wesen, richtet sich sorgfältig nach dem Magnetfeld der Erde aus, bevor er kackt.

Und nachdem die Überlegenheit des Hundekots damit wissenschaftlich bewiesen ist, hat der Hundehalter das Recht, nach gelungenem Geschäft des Vierbeiners den Siegerhaufen mit einem Fähnchen zu schmücken…


Sehen Sie nur, wie gekonnt der Haushund sich nach dem Erdmagnetfeld ausrichtet


Falls der Hundebesitzer gerade kein Fähnchen zur Hand hat – kann er den Siegerhaufen natürlich auch vergolden